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Infoschrift des Gemeinde-Lehrdienstes und der OCG

Nr. 2 – Mai 2012

Gemeinde-Lehrdienst

Am Anfang war der Existenzkampf

(von Ivo Sasek)

Am Anfang war der Existenzkampf. Und der Existenzkampf bestand in der

Sklaverei. Und der Existenzkampf war gross! Der Mensch war am Graben,

am Steine Hauen, Lauern, Jagen, Zwirnen und Weben, am Baum Fällen

und Holz Hacken…

Nach vielen Epochen beschwerlichster Arbeit fanden sich die erschöpften

Sklaven zusammen: „Wenn sich nicht etwas ändert, werden wir auch nach

tausend Jahren noch mühselig um unsere Existenz kämpfen.“ So entschie-

den sie sich für den Fortschritt. Um aber fortschrittlich sein zu können,

mussten sie Männer aus ihrer Mitte erwählen, die sich, statt der mühseligen

Arbeit auf dem Feld, dem Nachdenken über mögliche Wege des Fortschrit-

tes widmen sollten.

Dies bedeutete aber, dass andere derweil umso schwerer für diese dann feh-

lenden Arbeitskräfte arbeiten mussten. Und es wurde Abend und es wurde

Morgen,

ein

Fortschritt: Die Schule war geboren.

Lehrer nannte man diese Fortschritt treibenden Menschen. Sie waren einzig

Bedienstete des Volkes.

Statt die Kinder von klein auf mit aufs Feld zu nehmen, oder sie ins Steine

Hauen, Graben etc. zu integrieren, sollte man ihnen fortan zuerst die Welt

und ihre Werke darauf erklären, sie mit allen bereits errungenen Fortschrit-

ten und Erkenntnissen bekannt machen - die Geburtsstunde der Theorie.

So entbehrte man unter grossen Anstrengungen sowohl Lehrer als Kinder

auf den Feldern, Seen, Kohlegruben, Steinbrüchen, Wäldern usw.. Weil

darob aber von Stund an markant grössere Arbeitslasten auf die Schultern

der arbeitenden Sklaven fiel, äusserten einige sogleich starke Zweifel.

Doch wurde ihnen versichert, dass das alles wieder zurückfliesst, sobald die